Am Freitag, den 6.3. besuchten die Deutsch-Leistungskurse der JS1, begleitet von Frau Scheffold und Herrn Brändle, die Aufführung des Dramas „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist in der Lindenhalle in Ehingen.
Das Lustspiel, inszeniert von Alexander Marusch, handelt von einem Gerichtsprozess, bei dem sich im Laufe der Handlung herausstellt, dass der Richter Adam selbst der Täter ist und den Krug zerstört hat, als er aus Eves Zimmer fliehen musste, nachdem er sie sexuell belästigt hat.
Doch Adam versucht alles – besonders mit kreativen Lügen –, um die Prozessbeteiligten auf eine falsche Spur zu bringen. Die Inszenierung des Landestheater Tübingen setzt auf viel Komik, vermittelt durch schräge Outfits, durch Szenen, in denen die Schauspieler fast aufeinander losgehen, oder auch durch die Kulisse, eine Art Dorfgasthaus. Dann folgt die Auflösung des Prozesses und damit ein Bruch, Eve erzählt, was Adam ihr angetan hat – wie er sie belästigt hat. Die zwei Minuten, in denen Adam sie anstarrt und an den Händen hält, ist alles still. Am Ende, als alle die Bühne verlassen haben, räumt die Magd hinter Adam auf. Auf eindrückliche Art und Weise zeigt die Inszenierung, dass Machtmissbrauch ohne Konsequenzen bleibt und dass die Betroffenen, in diesem Fall Eve, von niemandem Unterstützung erhalten und alleine dastehen.
Trotz drei aufgrund von Krankheit ausgefallener Schauspieler, die provisorisch ersetzt wurden, war die Aufführung ein voller Erfolg und sorgte für einige Lacher.
Text: Valerie Müller, Bild: Pauline Herter