Zum 60. Geburtstag von Schulleiter Georg Knapp am 31. Januar 2014 erschienen zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Bildung.  Langjährige Weggefährten, das Kollegium sowie Vertreter der Eltern- und Schülerschaft überbrachten ihre Glückwünsche. Mit Dank und Anerkennung blickte man gemeinsam zurück.
Zum ehrenvollen Auftakt der Feier intonierte das sinfonische Blasorchester des Kreisgymnasiums unter Leitung von Oberstudienrat Ralf Uhl den Marsch des York’schen Korps. Dann begrüßte der Jubilar nicht weniger schwungvoll die vielen Gäste, die sich in der Aula eingefunden hatten. Zu den Gratulanten gehörten auch die ehemaligen Landräte des Landkreises Biberach Dr. Wilfried Steuer MdL a.D. und Sparkassenpräsident Peter Schneider MdL sowie  Oberstudiendirektor Karl-Wilhelm Röhm MdL.
Der leidenschaftliche Schulmann und Pädagoge Knapp unterrichtet bereits seit 1983 am Kreisgymnasium, seit 2001 leitet er die Schule. Auch an seinem Ehrentag behielt er sein großes Ziel, die Bildung, fest im Blick. Auf dem Programm stand daher auch ein hörenswerter Vortrag mit dem Titel „Neue Lernkultur oder Sündenfall von Bildung?“. Redner des Festvortrags war Dr. Matthias Burchardt, Experte für Bildungsphilosophie und Pädagogik an der Universität Köln. Mit seinen Ausführungen zur aktuellen Bildungspolitik wusste dieser die Festgesellschaft eloquent zu unterhalten. Gleichwohl regten seine Worte über den Umbau der Schullandschaft in Baden-Württemberg, schulische Reformen oder die zukünftige Rolle des Lehrers auch zum Nachdenken an. Burchardt bedankte sich für das große Interesse der Zuhörer und schloss mit der Feststellung, dass der älteren Lehrergeneration mit ihren Werten und Erfahrungen auch in Zukunft noch eine gewichtige Rolle zukomme. Der Jubilar und viele seiner Weggefährten durften sich direkt angesprochen fühlen.       
Oberstudienrätin Kathrin Boenke moderierte die Grußworte und bat die einzelnen Gratulanten ans Rednerpult.
Im Namen des Kreistags gratulierte Landrat Dr. Heiko Schmid. Er dankte Knapp für eine langjährige vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit. Mit großer Anerkennung blickte er zurück auf sechs Dekaden, auf Knapps Geburt 1954 im österreichischen Eisenerz, in der Steiermark gelegen. Schmid verglich den Schulleiter dabei mit einem anderen bekannten Eisenerzer, dem Erfinder August Musger. Innovativität und die Fähigkeit, große Pläne bis ins Detail umzusetzen, seien beiden Österreichern gemein. Musger gilt als Erfinder der Zeitlupe, Knapp habe ähnliches Talent dabei gezeigt, politischen Schnellschüssen die Geschwindigkeit zu nehmen. Schmid erinnerte daran, dass sich das Kreisgymnasium unter Knapps Ägide als einziges Gymnasium im Kreis Biberach erfolgreich um einen G9-Zug beworben hat. Die Schüler erwarte eine gute Zukunft an dieser Schule. Mit Blick in die weite Runde der Festgäste freute sich der Landrat, dass Knapp in Riedlingen und im Kreis Biberach eine Heimat gefunden hat. Die Zahl der Gratulanten zeige, wie stark sich der Oberstudiendirektor in Beruf und Ehrenamt engagiere. Dazu gehöre auch das Engagement Knapps im Freundeskreis der Brüder Ernst und Friedrich Georg Jünger e.V., einer literarischen Vereinigung. Erst 2013 wurde er in Rom mit dem Premio Europeo Capo Circeo für seine kulturelle Arbeit ausgezeichnet. Als Geburtstagsgeschenk überreichte Schmid Karten für die Staatsoper in Stuttgart.

Landrat Dr. Heiko Schmid würdigt die Verdienste des Jubilars und überreicht ein Geschenk.
Bürgermeister Hans Petermann übermittelte in seinem Grußwort Dank im Namen zahlreicher Bürgermeisterkollegen, des Gemeinderats und der Bürgerschaft. Der Jubilar habe in Riedlingen außerordentlich viel bewegt und sich voll in die Stadt eingebracht. So habe man grundlegende Veränderungen in der Raumschaft gemeinsam angepackt und das Riedlinger Kreisgymnasium als eigenständige Schule erhalten.  Petermann begrüßte in diesem Zusammenhang auch die Eigenschaft des Jubilars, anderen Schulen auf Augenhöhe zu begegnen, bei wichtigen Entscheidungen zusammenzustehen und einvernehmliche Lösungen zu finden. Gemeinsam mit seinen Lehrerkollegen habe Knapp das Riedlinger Gymnasium hervorragend geleitet.
Als stellvertretender Schulleiter und enger Mitarbeiter sprach Anton Hepp ein sehr persönliches Grußwort. In Reimform ließ er wichtige Stationen im Leben Knapps Revue passieren. Er zeichnete Knapps Lebensweg von den Bergen Österreichs bis an die Donau. Im September 1983 trat der heutige Schulleiter dort seine erste Stelle am Kreisgymnasium an, wurde bald Fachberater am Oberschulamt für das Fach Deutsch. Es folgte die Beförderung zum Studiendirektor. Seit 2001 nun habe die Schulgemeinschaft mit Georg Knapp einen Schulleiter gewonnen, der sich durch besondere Weitsicht und Sachverstand auszeichnet. Mit einem Zitat des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry ging Hepp auf die Führungsqualitäten des Jubilars ein. Das Schulschiff habe einen Kapitän, der seine Mannschaft die „Sehnsucht nach dem endlos weiten Meer“ lehre. Das Schulschiff sei auf Erfolgskurs. Pisaschock (2003) und Bildungsreform (2004) habe man erfolgreich gemeistert. Das Kreisgymnasium entwickelte sich zu einer Schule mit offener Ganztagesbetreuung und wurde in das Jugendbegleiterprogramm aufgenommen. Im Schuljahr 2008/2009 sei es Knapp gelungen, mit Eltern und Schülern ein gemeinsames Leitbild zu entwerfen. Die Fremdevaluation im Jahr 2010 habe dem Kreisgymnasium Bestnoten eingebracht. Schließlich wurde das Kreisgymnasium Modellschule für den G9-Zug. Hepp schaute mit Freude auf die vergangenen 13 Jahre Riedlinger Erfolgsgeschichte zurück und beschenkte den Jubilar mit Karten für die Bregenzer Festspiele.

Stellvertreter Anton Hepp gratuliert dem Schulleiter.

Für den Personalrat sprach Studienrat Claus Wagner. In seinem Grußwort rief er in Erinnerung, dass die Schule unter der Führung Knapps stetig weiterentwickelt und modernisiert wurde. Sei es die Einrichtung der Cafeteria, des Atriums oder der Mediothek, sei es die Einrichtung des neuen Stützpunktsystems für das zahlreiche Kollegium: das Kreisgymnasium sei eine der am besten ausgestatteten Schulen. Knapps großes Engagement und seine gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger habe für Lehrer und Schüler Früchte getragen. Knapp habe aber nicht nur nach außen gewirkt. Auch privat nahm er großen Anteil. So lernte der Schulleiter seine spätere Ehefrau am Kreisgymnasium kennen und sah seine eigenen Kinder dort aufwachsen. Der Personalratsvorsitzende wünschte im Namen des Kollegiums Gesundheit, Glück und viel weitere Energie. Für das Kollegium überreichte er dem nun Sechzigjährigen einen Gutschein für ein Restaurant in Bad Saulgau.
In die Gratulanten hatte sich auch Elternbeiratsvorsitzende Renate Kempf eingereiht. Die Eltern, so berichtete sie, erwarteten viel von der Schule: überzeugende Konzepte und ein gutes Lernklima. Im Namen der Elternvertreter und Eltern dankte Kempf dem Schulleiter an seinem Ehrentag für sein Entgegenkommen bei der Verwirklichung dieser Wünsche. Knapp ermögliche den Eltern eine intensive Teilnahme an der Schule. Durch Vermitteln, Beraten und umfassende Information schaffe er eine gemeinsame Gesprächsebene für die gesamte Schulgemeinschaft. Als Geschenk mit symbolischem Charakter hatte sie eine Skulptur mitgebracht, in der drei Figuren eine große Kugel gemeinsam balancieren und anmutig in der Höhe halten. Sie soll verdeutlichen, wie Eltern, Lehrer und Schüler das große Gewicht der Schule in gutem Einvernehmen tragen.

Elternbeiratsvorsitzende Renate Kempf und ihre Stellvertreterin Yvonne Sauter beschenken Herrn Knapp.
Schülersprecherin Nina Sautter rückte in ihrer Ansprache weitere Verdienste des Schulleiters in den Vordergrund. In den vergangenen 13 Jahren habe Knapp die SMV-Arbeit am Kreisgymnasium vielfältig unterstützt. Dazu gehören viele Projekte der Schüler, wie etwa das mit großem Aufwand organisierte Benefizrennen in der Riedlinger Innenstadt 2013. Mit dem gespendeten Geld konnte das Profil Waldpädagogik am Kreisgymnasium gestärkt werden. Nina Sautter dankte dem Jubilar im Namen aller Schüler für das gute Verhältnis zwischen Schulleitung und Schülerschaft.
Glückwünsche der Riedlinger Schulen überbrachte schließlich Dr. Franz Schrodi, Knapps  Schulleiterkollege von der St. Gerhard-Schule. Gemeinsames Ziel aller Riedlinger Schulen sei die Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen. Mit dem Jubilar habe es in den vergangenen Jahren über die Schulartgrenzen hinweg viel Austausch über allgemeingültige Gedanken zur Bildung gegeben. So begegneten sich alle Schularten offen und auf Augenhöhe. Knapp habe sich in gemeinsamen Gesprächen durch aufmerksames Zuhören und gewichtige Aussagen große Anerkennung erworben.  
Der Jubilar selbst war am Ende der Feierstunde freudig berührt. Jedes Lob sei eine Aufforderung, sich auch in Zukunft weiter einzusetzen. Auch jetzt gebe es noch einiges zu verwirklichen und große pädagogische Schätze zu heben. Jeden Tag mit heranwachsenden Menschen zu verbringen sei ein Privileg und eine große Verantwortung.
Im Anschluss an die Feierstunde lud der Jubilar zu einem Stehempfang im Atrium. Für das leibliche Wohl der Gäste war gesorgt. Nach dem Mittagessen freute man sich über ein umfangreiches Kuchenbüffet, das durch das Lehrerkollegium des Kreisgymnasiums zusammengestellt worden war.

Auch Altlandrat Wilfried Steuer gratuliert dem Schulleiter persönlich.

Beim gemeinsamen Feiern im Atrium. Der Jubilar teilt Stücke der von den Kollegen gespendeten KGR-Torte aus.